Die RSB Thuringia Bulls durften bereits zum neunten Mal in ihrer Vereinsgeschichte beim Final Four des IWBF Champions Cups antreten. In diesem Jahr führte die Reise der Elxlebener zur Endrunde der Königsklasse nach Madrid. So machte sich die thüringische Reisegruppe auf den Weg in die spanische Hauptstadt und erreichte ihr Reiseziel sicher.
Wie bereits im vergangenen Jahr trafen die Bulls im Halbfinale mit Briantea84 Cantù auf ein italienisches Topteam. Gleichzeitig war das RSB-Team hochmotiviert, die bittere Halbfinalniederlage gegen Giulianova aus dem Vorjahr vergessen zu machen und diesmal das Finale zu erreichen. Einen zusätzlichen positiven Impuls brachte die Rückkehr von Alex Halouski, der nach längerer Verletzungspause wieder in der Startformation stand.
Die Begegnung begann, typisch für ein K.o.-Spiel, mit zwei Teams, die zunächst vor allem auf Fehlervermeidung bedacht waren. Entsprechend ausgeglichen gestaltete sich die Anfangsphase, was sich auch im Spielstand widerspiegelte (10:8, 5. Minute).
Im weiteren Verlauf übernahmen die Bulls jedoch zunehmend das Kommando. Allen voran Joakim Linden, der früh Verantwortung übernahm und mit 10 Punkten sowie 7 Assists in einen echten Weltklasse-Rhythmus fand. Angeführt vom Schweden setzten sich die Elxlebener deutlich ab und erspielten sich eine komfortable 27:10-Führung.
Auch im zweiten Viertel setzte sich dieser Trend konsequent fort. Briantea84 Cantù zeigte sich sichtlich beeindruckt von der aggressiven Verteidigung der Bulls, was zunehmend zu Unsicherheiten im Abschluss führte. Kapitän Lukas Gloßner erhöhte unter dem lautstarken Jubel der mitgereisten Thüringer Fans auf 33:10 (14. Minute). In der Folge ließ der Bulls-Express nicht nach und baute den Vorsprung bis zur Halbzeit auf ein in dieser Deutlichkeit überraschendes 44:15 aus.
Das Team des Trainerduos Andre Bienek und Jens Albrecht blieb auch nach der Pause voll auf dem Gaspedal. Die Italiener fanden offensiv kaum Lösungen und kamen nur vereinzelt durch Forward Carossino oder Center Bedzeti zu Punkten. Die Partie wurde weiterhin klar von den Bulls aus Elxleben bestimmt, was sich im vorentscheidenden 70:26 nach dem 3. Viertel widerspiegelte.
Den Schlussabschnitt nutzten beide Mannschaften, um die Spielzeit breit zu verteilen. Während Briantea84 weiterhin an der eigenen Wurfquote haderte, überzeugten die Bullen mit mannschaftsdienlichem Passspiel und scorten über die gesamte Kaderbreite, wovon auch der Niederländer Anil Cegil profitierte. Auch das 4. Viertel entschieden die Thüringer für sich und durften sich am Ende über einen souveränen 90:36-Erfolg freuen.
Der Unterschied in dieser Begegnung lag klar in der Trefferquote. Mit einer beeindruckenden Defensivleistung legten die Bullen den Grundstein für ihren sechsten Finaleinzug der Vereinsgeschichte, die es auch am Finaltag abzurufen gilt.
Dort trifft das Team von der Osterlange auf Gastgeber CD Ilunion Madrid, die sich in einem sehr spannenden spanischen Duell gegen Titelverteidiger BSR Amiab Albacete mit 77:72 durchsetzen konnten. Die Rollstuhlbasketballwelt blickt voller Vorfreude auf das Finale am Samstag ab 18:15 Uhr.
Jetzt heißt es fleißig für die RSB Thuringia Bulls die Daumen zu drücken.
Wir sind ein Team!
Für die RSB Thuringia Bulls spielten: Vahid Azad 13 Punkte, Lukas Gloßner 2, Arie Twigt 12, Alex Halouski 8, Tomas Klein 2, Marie Kier, Hubert Hager 12, Anil Cegil 4, Jordi Ruiz 11 und Joakim Linden 26
Text: Thuringia Bulls









