Während der Off-Season gab es ein paar Kaderveränderungen. Diese bestehen aus drei Neuzugängen und einem Abgang. Sebastian Cleem kehrt nach einer verletzungsbedingten Auszeit zurück. Auch Patrick Zaja stößt zum Team hinzu. Der Center hat vor Jahren schon für die zweite Mannschaft gespielt. Somit ist er auch ein Rückkehrer. Der letzte Neuzugang ist Robert Wagner, der aus der Kids-Truppe hochgezogen wurde. Ali Reza Jamili steht dem Team vorerst nicht mehr zur Verfügung (ein Comeback ist nicht ausgeschlossen). Die „Bullies“ gehen also mit einem großen und vielversprechenden Kader in die neue Oberliga-Saison.
Dennoch war die Kadersituation für den ersten Spieltag am vergangenen Wochenende nicht rosig. Mit Marlene Schwebler, Sebastian Cleem, Egon Wille, Julian Grudnick und Tobias Holzschuster fehlten gleich fünf Spieler aus terminlichen oder verletzungsbedingten Gründen. Zudem half Andre Bienek als Coach aus, da Jens Albrecht – letztendlich erfolgreich – um EM-Edelmetall kämpfte.
RSB Thuringia Bulls II vs. Rising Tigers Leipzig 45:26 (9:6; 14:9; 10:5; 12:6)
Im ersten Spiel traf die junge thüringische Mannschaft auf die Rising Tigers aus Leipzig. Von Beginn an agierten beide Teams sehr konzentriert in der Defensive, was zu einem sehr niedrigen Spielstand führte. Nach vier gespielten Minuten führten die Bullen mit 3:2. Danach konnte Kapitän Roman Wenzel mit zwei erfolgreichen Würfen den Abstand etwas vergrößern. Zwar konnten die Leipziger den Rückstand bis zur Viertelpause verkürzen, jedoch gingen die Jungbullen mit einer 9:6-Führung in die erste Unterbrechung. Im zweiten Spielabschnitt eröffneten die Tigers das Scoring und hatten dadurch nur noch einen Punkt Rückstand. In der Folge zeigten die „Bullies“ eine starke Reaktion. Roman Wenzel lief nun heiß und startete einen 8:1-Lauf für sein Team. Der Vorsprung wuchs auf eine Acht-Punkte-Differenz an (17:9). Der Rest des Viertels gestaltete sich ausgeglichen. Der Abstand blieb bis zur Halbzeit unverändert (23:15). Der Spielverlauf blieb in der zweiten Hälfte gleich. Die Bulls standen defensiv gut, punkteten regelmäßig und setzten sich immer weiter ab. So stand es nach dem dritten Viertel 33:20 und nach dem letzten Spielabschnitt 45:26. Der klare “Man of the Match“ war Wenzel, der bullenstarke 30 Punkte auflegte.
RSB Thuringia Bulls II vs. Rolling Baskets Magdeburg 50:52 (10:10; 14:9; 14:18; 12:15)
Die Rolling Baskets aus Magdeburg waren der zweite Gegner des Tages. Wieder waren die Anfangsminuten sehr defensiv geprägt, sodass es nach mehr als fünf gespielten Minuten lediglich 4:2 für Magdeburg stand. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Im Laufe des restlichen ersten Viertels bekam das Spiel mehr offensiven Schwung auf beiden Seiten. Währenddessen Magdeburg das Scoring gleichmäßig auf die Spieler aufteilte, war es auf der anderen Seite wieder Roman Wenzel, der herausstach. Nachdem die Führung mehrmals wechselte, ging das Viertel mit einem 10:10-Gleichstand zu Ende. Am Spielgeschehen änderte sich zunächst auch im zweiten Spielabschnitt nichts. Es blieb ein offensiv unterhaltsames Aufeinandertreffen. Ab der Hälfte des Viertels legten die Bullen defensiv zu und konnten ihren offensiven Rhythmus halten. Diesmal trafen vor allem Hofmeister-Risch und Neuzugang Zaja für die „Bullies“. Bis zur Halbzeit konnten sich die Thüringer leicht absetzen und führten mit 24:19. Magdeburg kam gut aufgelegt aus der Halbzeit. Zwar erzielten die Bullen weiterhin ihre Punkte, aber in der Defensive zeigte sich das Team von Coach Bienek lückenhaft. Besonders Andrej Karenik lief heiß und brachte seine Mannschaft erst heran und anschließend sogar in Führung (30:32). Nach dem Führungswechsel kam es zum Schlagabtausch. Beide Teams schenkten sich nun nichts. Zum Ende des dritten Viertels holten sich die Elxlebener die Führung zurück, wenn auch hauchdünn. Mit einem 38:37 ging es in die letzte Viertelpause. In den ersten fünf Minuten des letzten Spielabschnitts startete Magdeburg einen Lauf und konnte sich mit einer Sieben-Punkte-Differenz absetzen (42:49). Jedoch bewiesen die jungen Thüringer eine hervorragende Moral und kämpften sich wieder heran. Nach den beiden getroffenen Freiwürfen von Patrick Zaja betrug der Rückstand nur noch zwei Punkte. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 14 Sekunden zu spielen. Anschließend konnte ein Turnover erzwungen werden, wodurch Roman Wenzel mit Ablauf der Spieluhr die Chance zum Ausgleich hatte. Er traf den Wurf nicht. Die RSB Thuringia Bulls II verloren diesen spannenden Krimi knapp mit 50:52. Dennoch kann das Team mit diesem Saisonauftakt sehr zufrieden sein. Gerade wenn der Kader vollständig ist, ist das junge Team sehr konkurrenzfähig.
Die RSB Thuringia Bulls II spielten mit folgendem Kader: Roman Wenzel (30/15), Hendrik Radke (2/7), Pascal Hofmeister-Risch (2/8), Patrick Zaja (0/14), Sebastian Knedlik (5/4), Davin Kreft (6/2), Robert Wagner und Justus Heinrich.
Text: Justus Heinrich

