Am Samstag – dem 15.11.2025 – waren die RSB Thuringia Bulls II Gastgeber für den zweiten Spieltag der Oberliga 1. Gleichzeitig war es der erste Auftritt vor den eigenen Fans. Im Vergleich zum ersten Spieltag in Leipzig, konnte Coach Albrecht auf einen größeren Kader zugreifen und hatte somit mehr Rotationsmöglichkeiten. Lediglich Tobias Holzschuster und Julian Grudnick fehlten weiterhin verletzungsbedingt.
Im ersten Spiel des Tages trafen die „Bullies“ auf die 99ers aus Chemnitz. Der Start verlief perfekt. Dank den beiden Routiniers Roman Wenzel und Sebastian Cleem konnte direkt ein 6:0-Lauf gestartet werden. Marian Molnar musste eine frühe Auszeit nehmen. Nach der taktischen Anpassung lief es deutlich besser für die Sachsen. Die Bullen hatten Schwierigkeiten, die Center der Chemnitzer vom eigenen Korb fernzuhalten. Jörg Schumann, Kira-Sophie Schmidt und Daniel Bock trafen gut. Auch in der thüringischen Offensive lief es bis zum Viertelende nicht mehr rund. So konnte Chemnitz nach der Auszeit einen 12:2-Lauf starten und gewann das Viertel letztendlich mit 8:12. In den restlichen Vierteln entwickelte sich ein regelrechter Schlagabtausch. Keine der beiden Mannschaften konnte nun den Gegner von regelmäßigen Scores abhalten. Im zweiten Viertel nahm Roman Wenzel das Zepter in die Hand und punktete fast ausschließlich für seine Mannschaft. Zwar wurde er nach der Halbzeit besser verteidigt, jedoch öffneten sich dadurch Lücken für die Bullen-Center Knedlik und Hofmeister-Risch. Besonders der junge Pascal Hofmeister-Risch lief nun heiß. Auf der anderen Seite blieben Kira-Sophie Schmidt und Jörg Schumann gefährlich. Nach 40 Spielminuten stand es 55:55. Somit ging es in die Overtime. Chemnitz setzte die Thüringer mit zwei schnellen Treffern unter Druck. Knedlik und Zaja brachten ihr Team wieder heran. Den Schlusspunkt setzte Hofmeister-Risch mit einem sehenswerten Drei-Punkt-Wurf, der die Halle zum Ausflippen brachte und das Spiel zugunsten der Jungbullen entschied. Der „Dreier“ führte auch dazu, dass Hofmeister-Risch erstmals Top-Scorer seiner Mannschaft wurde. Der Entstand lautete 61:59.
Der Beginn vom zweiten Spiel gegen die SG Alba/Pfeffersport verlief gegenteilig zur ersten Partie. Zwar brachten die Thüringer die ersten Punkte auf die Anzeigetafel, jedoch war die Defensive zu lückenhaft. Marcel Hector fand immer wieder den Weg zum Korb und erzielte acht Punkte in Folge. Nach einer Auszeit von Jens Albrecht wurde die defensive und offensive Leistung besser. Die Antwort der Bullen war ein 14:2-Lauf. Allerdings konnte Paul Bolduan nochmal zwei Körbe nachlegen und brachte seine Mannschaft auf zwei Punkte heran. So führten die Elxlebener zur ersten Viertelpause mit 16:14. Im zweiten Spielabschnitt legten die Berliner eine Schippe drauf. Wieder waren es Hector und Bolduan, die immer wieder defensive Lücken ausnutzten. Zudem lief es in der thüringischen Offensive gar nicht mehr. Lediglich vier Körbe konnten die Gastgeber erzielen. So führten die Berliner zur Halbzeit mit 24:36. Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Gäste stark. Zwar zeigten sich die Bulls kämpferisch und verringerten den Rückstand im dritten Viertel etwas, jedoch konnte die Partie nicht mehr gedreht werden. Letztendlich gewann die SG Alba/Pfeffersport mit 59:71.
Trotz der Niederlage können die Jungbullen sehr zufrieden mit ihrer Leistung sein, weil das Team eine gute Moral besessen und sich bis zur letzten Sekunde kämpferisch gezeigt hat.
Die RSB Thuringia Bulls spielten mit folgendem Kader: Sebastian Cleem (6/8), Hendrik Radke (3/6), Patrick Zaja (0/8), Sebastian Knedlik (11/2), Roman Wenzel (20/22), Pascal Hofmeister-Risch (21/13), Egon Wille, Robert Wagner, Justus Heinrich und Marlene Schwebler.
Text: Justus Heinrich

