Nachbericht RSB II gegen die Jena Caputs II und gegen die Rolling Lions Dresden

Die „kleinen“ Bullen mit weiteren Fortschritten

Am Sonntag war auch das zweite Team der Bulls auf Reisen. Im Schneegestöber und auf einer vereisten Autobahn ging es nach Jena. Es war Zeit für den zweiten Spieltag der Oberliga Ost. Leider fehlten krankheitsbedingt Paul Lobenstein und Marcel Schmidt. Die Bulls waren also gezwungen mit einem kleineren Kader spielen zu müssen. Auch Coach Raimund Beginskis und Co-Coach Andre Bienek waren nicht mit dabei, da sie zeitgleich das Auswärtsspiel gegen Rahden hatten. Im ersten Spiel des Tages spielten die Bulls gegen die zweite Mannschaft der Jena Caputs. Der Willen, das Derby zu gewinnen und sich damit für die Niederlage beim letzten Aufeinandertreffen zu revanchieren, war in jedem Bullen sehr stark ausgeprägt und auf dem Spielfeld zu spüren. Der Kapitän Roman Wenzel hat vor dem Spiel von jedem Einzelnen höchste Konzentration und Teamplay gefordert und es gelang der Mannschaft seine Wünsche umzusetzen. Die erste Halbzeit war ausgeglichen, da beide Teams stark verteidigt haben. Die Bulls zeigten eine verbesserte Defensivstruktur im Vergleich zum Hinspiel, in dem die Defense der entscheidende Grund für die Niederlage war. Mit einem knappen 24:22 ging es in die Kabinen. In der zweiten Halbzeit war Jena eine breitere Rotation zu fahren, da schon am Vortag einige Spieler mit dem ersten Team unterwegs waren. Dadurch ergaben sich Chancen, welche die Bulls nutzen konnten. Besonders Daniel Senebald und Kapitän Roman Wenzel sorgten dafür, dass sich der knappe Rückstand in eine Führung wandelte, welche das Team bis zum Spielende nicht mehr hergab. Mit starkem Teamplay gewannen die Bulls mit 38:48. Für große Freudentänze oder Regeneration blieb keine Zeit, da im Anschluss das zweite Spiel folgte. Der Gegner war die Rolling Lions aus Dresden. Schon vor dem Spiel war klar, dass es ein anspruchsvolles und ein körperlich betontes Spiel werden würde, da Dresden über große und robuste Spieler verfügte. Auch hier spielte die Defense eine wichtige Rolle. Die Dresdner sollten aus der Zone weg gehalten werden, um einfache Würfe unter dem Korb zu vermeiden. Eine enge Zonenverteidigung war gefragt. In den ersten beiden Vierteln ging dieser Plan auf und man hielt die Sachsen außerhalb der Zone. Somit wurden die Lions zu Mitteldistanzwürfen gezwungen, die nur mit einer geringen Trefferquote verwandelt werden konnten. Eine 19:15 Führung zur Pause war der Lohn der harten Arbeit. In der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt. Im dritten Viertel fingen die Dresdner an eine Presse zu spielen, worauf die Bulls keine Antwort fanden. In Folge dessen konnte sich Dresden bis zur letzten Viertelpause eine Sechs-Punkte-Führung erspielen. Kurz vor Ende des Spielabschnitts kam es zusätzlich noch zu einem Zusammenprall, bei dem der Stuhl von Roman Wenzel so großen Schaden nahm, dass für ihn das Spiel nunmehr zu Ende war. Die Bulls, sichtlich verunsichert durch den Ausfall von ihrem Kapitän und müde durch die große Belastung des bisherigen Tages, konnten den Dresdnern nichts mehr entgegensetzen und verloren am Ende mit 31:48. Die Bulls bedanken sich bei Robert Mann, der sich um den Transport der Rollstühle und Trikots kümmerte. Zudem motivierte er die Mannschaft von der Seitenlinie und hatte zusätzlich immer ein Auge auf die Rotation. Trotz der Niederlage haben die Bulls sich gut geschlagen und können zufrieden auf vergangenen Sonntag zurückschauen!

Mit folgendem Aufgebot haben die RSB Thuringia Bulls 2 gespielt: Max Dietrich, Justus Heinrich, Roman Wenzel (15/12), Egon Wille, Julian Grundnik, Sebastian Cleem (4/4), Sebastian Knedlik, Tobias Holzschuster (4/3) und Daniel Senebald (25/12).