Nachbericht zum Spieltag der Regionalliga im Rollstuhl-Rugby

Am 28. und 29. April erlebte die Halle des deutschen Rollstuhlbasketball-Meisters abwechslungsreiches Rollstuhl-Rugby.

Vier Teams aus der Regionalliga Nord/Ost waren an diesem Wochenende angereist und wollten ihre Kräfte untereinander sowie mit den ortsansässigen Thuringia Bulls messen. Am Start waren die Mannschaften aus Berlin, Leipzig, Grasdorf (Hannover) und Dresden. Die Bulls gingen zum wiederholten Mal geschwächt in den Wettbewerb. Zwei Spieler, beides starke Stützen des Teams, fielen aus.

Nun ist es allerdings gängige Praxis, dass in der Rollstuhl-Rugby-Regionalliga, aufgrund einer sehr geringen Spielerdichte, Spieler aus verschiedenen Teams einem ersatzgeschwächten Team aushelfen, damit die Spiele auf einem Minimalniveau interessant bleiben. Zudem haben alle Teilnehmer das Ziel auch möglichst viel Spielzeit in Anspruch zu nehmen.

So verstärkten sich die Elxlebener auch mit Spielern anderer Mannschaften. Trotzdem oder aufgrund dessen – wie man es eben sehen will – ging das erste Spiel gegen die Löwen aus Leipzig mit 25:29 verloren.

Nicht lange währte der Schmerz der Niederlage, schon musste nach vorn geblickt werden. Dieses Mal hatten sich die Thüringer aus dem Spielerpool den richtigen Joker ausgesucht – deutlich ging der Sieg an die Bulls. Mit 35:25 entschieden sie das Spiel gegen Grasdorf zu ihren Gunsten.

Am Sonntag nun sollte sich die Geschichte des Samstag wiederholen. Wieder ging das erste Spiel – gegen die Raptors aus Berlin – mit 22:31 verloren. Zuviel Wettkampferfahrung stand hier Pate gegen den Enthusiasmus der Bulls und ihrer Unterstützer.

Das letzte Spiel war dann aber doch ein kleines Highlight. Es ging gegen das Team aus Dresden. Allerdings auch das nur auf dem Papier. Sportlichen Ehrgeiz muss man dem Spieler aus Dresden schon attestieren, der war als einziger seines Teams angereist war, um die Fahne hochzuhalten. Also wurden zum Abschluss des Wochenendes – auch zur Freude einiger angereister Zuschauer – aus allen vorhandenen Spielern zwei schlagkräftige Mannschaften zusammengestellt, die sich ein heißes Gefecht lieferten. Am Ende war der Sieg für die Thuringia Bulls dann aber deutlich. Mit 26:17 wurde die Dresdner Vertretung nach Hause geschickt.

Der nächste Spieltag findet dann am 26./27.5.2018 in Achim bei Bremen statt.

 

Thomas Trautmann